Fantastique! Paris mit Kindern hat uns begeistert

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Paris ist genial. Wunderschön. Bezaubernd. In diese Stadt bin ich schon seit Ewigkeiten verliebt. Das erste Mal war ich dort mit 16 und auf Klassenfahrt. Dann nach dem Abi mehrere Monate als Au Pair und ab da wieder und wieder – jedes einzige Mal war ein Fest.

Deshalb konnte ich es kaum abwarten, endlich den Kindern diese schöne Stadt zu zeigen. Und jetzt zu Ostern hat es geklappt: Wir sind in Stuttgart in den TGV gehüpft und in sensationellen drei Stunden waren wir an der Gare de l’Est in Paris.

Paris mit Kindern? Ja, natürlich und auf jeden Fall. Ich finde, unsere sind mit zehn und sieben Jahren in einem perfekten Alter für diese Stadt. Und vor allem Kiddo 2 lag uns sowieso mit seinem „Ich will mal auf den Eiffelturm“ seit einiger Zeit schon in den Ohren.

Paris mit Kindern

Wir hatten vier Sightseeing-Tage und haben erstaunlich viel gesehen. Was wir gemacht haben und was ich für Paris für Kinder besonders empfehlen kann, kommt jetzt:

 

Naturellement: Auf den Eiffel-Turm

Für die Kids bestand der ganze Sinn und Zweck der Paris-Reise darin, den Eiffelturm zu sehen. Keine Ahnung, was das ist – dieser Turm übt irgendeine Faszination auf die Kinder aus. Es war klar, dass wir da hoch müssen. Das Problem sind nur die endlosen Schlangen, man steht sich echt die Beine in den Bauch. Vor den Sicherheits-Checks, vor den Ticketschaltern, vor den Aufzügen.

Wir haben drei Anläufe gebraucht. Einmal waren die Kids schon ziemlich müde, einmal war mir die Warteschlange am Sicherheitscheck schon zu lang. Und so blieb dann nur der letzte Tag. Tja, das war dann Samstag und ich glaube, voller war es nie. Ich wollte schon wieder umkehren, als ich diese Monsterwarteschlange gesehen habe. Wahnsinn. Aber, wie gesagt, es war die letzte Möglichkeit und nach einem Blick in die Gesichter meiner Kinder war klar: Da müssen wir durch.

Irgendwie geht es ja dann doch immer und nach nur einer Stunde hatten wir es tatsächlich geschafft und waren im Innenbereich unter dem Turm. Und vor der nächsten Schlange für alle, die mit dem Aufzug fahren wollten. Wir sind dann einfach hoch gelaufen. Das geht sogar ziemlich gut. Und es lohnt sich. Auf der ersten Plattform hat man schon einen schönen Blick. Außerdem gibt’s dort noch ein Restaurant, Toiletten etc. und man kann sich einen netten Film über den Eiffelturm anschauen. Auf Plattform 2 wartet dann dieser tolle Rundumblick auf die Stadt.

Wer über die Treppe kommt, kann dann nicht weiter. Auf die Ebene drei führt nur der Aufzug und das Ticket konnte man zumindest als wir dort waren nur unten kaufen – s.o. Thema Warteschlange.

Wir fanden das aber nicht schlimm, selbst die Kids nicht. Für die beiden waren das Hoch- und Runterlaufen, das Treppenstufenzählen (es sind 720 bis zur zweiten Plattform) und der Blick durchs Fernrohr die Highlights.

Fazit: Unbedingt machen!

Paris mit Kindern

Paris mit Kindern

Paris mit Kindern

Orga: Wie gesagt, die Warteschlangen sind legendär. Ist man mal durch den Sicherheitscheck durch, kann man sich wenigstens entscheiden, ob der Aufzug und damit weiteres Anstehen sein soll. Der leere Ticketschalter für die Treppen hat uns überzeugt. Wer lange im voraus planen kann, sollte sich auf der Website des Eiffelturms zu moderaten Preisen online Tickets kaufen. Hier ist bloß leider alles ganz schnell vergriffen. Eine andere Möglichkeit ist es, über Anbieter wie GetyourGuide zu gehen und sich im voraus Tickets zu besorgen. Dort zahlt man dann etwas mehr, spart sich aber das Anstehen. Hier könnt ihr buchen.

Tickets an den Kassen vor Ort: für die Treppe 10,00 Euro (Erwachsene), 2,50 Euro Kinder bis elf Jahren; mit Kombination bis zur Spitze 19,00/4,80 Euro. Mit dem Aufzug bis zur Spitze 25,00/6,30 Euro.

Um Hinzukommen, ist es am schönsten, wenn ihr über den Trocadéro hinlauft. Das heißt, Métro Trocadéro aussteigen und auf die Terrassen vor dem Palais Chaillot gehen. Dort habt ihr auf jeden Fall den besten Blick direkt auf den Turm. Zurück kann man dann auch die „Eiffelturm-Station“ Métro Bir Hakeim nehmen.

Ganz gut: Morgens früh oder in den Abendstunden kommen. Im Dunkeln besser nicht, weil man nicht mehr allzu viel sieht von oben außer Lichtern.

 

Kunst und Crêpes am Montmartre

Für mich auch ein Muss, wenn man das erste Mal in Paris ist – der Montmartre und die Basilika Sacré Coeur. In dem (ehemaligen) Künstlerquartier sitzen heute Maler und Zeichner auf der Place du Tertre und wer möchte, kann sich porträtieren lassen. Leider hat das Ganze inzwischen auch ein paar für mich nervige Ausmaße angenommen, denn „fliegende Zeichner“ wollen einen auf Schritt und Tritt zum Portrait überreden. Meine Kids fanden das aber super und es gab Geheule, als wir sie nicht für 20,00 Euro pro Bild zeichnen lassen wollten. Na ja…

Das Viertel, der Aufstieg dorthin, die wunderschöne Basilika und vor allem auch der Blick auf die Stadt lohnen sich aber absolut. Und es gibt alle paar Meter einen Crêpes-Stand!

Paris mit Kindern

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Paris mit Kindern

 

Louvre mit Kindern? Für uns reichte es von außen

Der Louvre ist ein wunderbares Museum – wir waren aber trotzdem nicht drin. Unser Kids sind noch eher in dem „komm schnell weiter“-Modus, wenn wir in Museen sind und so warten wir mit dieser phänomenalen Ausstellung wohl noch ein bisschen. Wir waren aber natürlich am Louvre, sprich haben die Glaspyramide angeschaut.

Kleiner Praxistipp am Rande: Wir sind auf Reisen mit den Kids in leider kurzen Intervallen auf der Suche nach einer Toilette. Und im Louvre gibt’s welche in der Vorhalle. Man muss nur durch den kurzen Sicherheitscheck, aber wer auch Kinder mit Miniblasen hat, versteht mich sicher, wenn ich sage, dass es das wert ist 😉

Vom Louvre lohnt ein kleiner Spaziergang durch den Park der Tuilerien bis zur Place de la Concorde. Wir hatten auf dem Weg auch noch ein von den Kids immer heiß geliebtes Seifenblasen-Intermezzo, haben Halt am Sandwich-Stand gemacht und ich durfte in Ruhe fotografieren. Auf dieser Reise hat auch mein kleiner Kiddo 2  seine Liebe zur Fotografie entdeckt. Die Stadt quillt über vor Motiven. So sind wir beide dauernd hinter der Linse gewesen und haben dann die Ergebnisse verglichen. Der Kleine will jetzt auch einen Blog starten …

Paris mit Kindern

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Paris mit KindernAn der Place de la Concorde wartet dann übrigens von November bis Mai das Riesenrad, jippeeh!

 

Riesenrad fahren an der Place de la Concorde

Highlight im wahrsten Sinne des Wortes: Eine Fahrt mit dem – übrigens sehr hübschen – Riesenrad. Zwei Runden lang haben wir Paris von oben bestaunt. Das Schöne ist der absolut zentrale Standort dieser Attraktion, der einen direkten Blick auf die Champs Elysées, die Seine, das Musée d’Orsay und viele weitere berühmte Gebäude möglich macht. Klasse fanden unsere Kinder vor allem die Tatsache, von oben Auge in Auge mit dem Eiffelturm zu sein.

Am Fuß des Riesenrads gibt es übrigens einen Macarons-Stand. Steht ihr auch so auf diese superleckeren Teile?

Paris mit Kindern

Paris mit Kindern

Tickets: 12,00 Euro für Erwachsene, 6,00 Euro für Kinder.

 

Bootsfahrt bei Nacht und Regen

Von einer Fahrt auf der Seine am Abend hatte ich mir viel versprochen. Wir hatten die Tickets sogar schon zuhause  gekauft. Und wie’s manchmal eben ist: Die vermeintlich tollsten Events sind dann nur so lala. Wir hatten Pech: Es regnete, die Warteschlange war endlos und wir standen eine Stunde an, bis wir endlich auf dem Boot waren. Die Fahrt war dann zwar schön, aber weder Audioguide noch Bootsausstattung besonders erwähnenswert. Wenn ich da an Budapest denke und die Stunde auf dem Boot in dieser wunderbar beleuchteten Stadt, mit einem Sektchen in der Hand und einer tollen Audio-Guide-Geschichte im Ohr – nein, da kann die Fahrt mit den Bateaux Parisiens nicht mithalten. Man sieht vom Wasser nachts weniger als ich gedacht hatte. Kiddy 1 ist eingeschlafen, Kiddo 2 war übermüdet und entsprechend überdreht.

Paris mit Kindern

Mein Fazit: Ich glaube, ich würde das nächste Mal lieber tagsüber unterwegs sein. Denn von früheren Seinefahrten weiß ich, dass sich eine Bootstour an sich sehr lohnt. Bloß offenbar nicht nachts.

In Paris bieten drei Bootsgesellschaften Seine-Touren an: Die größten sind die Bateaux Parisiens, dann gibt es die schon 1949 gegründeten Bateaux Mouches und schließlich noch die etwas kleineren Vedettes de Paris. Tickets kosten überall zwischen 12,00 und 14,00 Euro für eine Stunde und einen Audioguide. Es gibt natürlich auch diverse Spezialtouren.

 

Musée d’Orsay – einfach „Hach …“

Wenn ihr in Paris Zeit für ein Museum mit euren Kindern habt, dann geht hier hin: Das Musée d’Orsay ist ein umgebauter Bahnhof und allein schon das Gebäude den Besuch wert. Unsere Kids sind (noch?) nicht sehr ausdauernd wie gesagt, deshalb hat es sich für uns gelohnt, am späten Nachmittag hinzugehen. Vorteil: Die Warteschlange ist sehr kurz. Eine Stunde ist natürlich völlig zu wenig, aber da wir das Museum schon kennen, habe ich es ertragen, nur ganz gezielt und im Kinder-Modus „komm, wir gehen in den nächsten Raum“ unterwegs zu sein. Wir waren dann eben gezielt bei Gaugin und den Impressionisten. Und allein die Erinnerung an diese schöne Stunde zwischen all den berühmten Gemälden reicht schon für eine große innerliche Schwelgerei, während ich diese Sätze hier schreibe. Hach ….

Paris mit Kindern

Paris mit Kindern

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Métro: Assemblé Nationale
Tickets: 12,00 Euro, ab 16.30 Uhr 6,50 Euro. Kinder frei.

 

Galeries Lafayette: Kuppelglück, Luxus und Parisblick

Eine schöne Gelegenheit für einen weiteren Blick von oben bietet die Dachterrasse der Galeries Lafayette. Wir sind in Etappen dorthin gekommen. Zuerst standen wir ewig im 1. Stock auf der Galerie und haben die wundervolle Kuppel bewundert, für die dieses Kaufhaus bekannt ist. Kiddo 2 hat wieder endlose Fotoreihen geknipst und ich konnte auch in Ruhe mit verschiedenen Objekten hantieren, um das große Ganze und auch noch Details aufzunehmen. Zu schön, oder?

Dann weiter in die Kinderabteilung, wo selbst meine Kids über die Spielzeug-Auswahl und auch über die Preise gestaunt haben. Die Dachterrasse ganz oben ist frei zugänglich und ein sehr schöner Abschluss für den Spaziergang durch die Galeries Lafayette. Der Blick ist fantastisch!

Es gibt dort übrigens auch eine sehr nett aussehende Bar. #merkichmirfürsnächstemal #parisohnekinder

Paris mit Kindern

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We are Stars – coole Show im Kino Rex

Eine richtig tolle Stunde haben wir im Traditionskino Le Grand Rex am Boulevard Poissonnière verbracht. Seit 1932 gibt es dieses Kino, es ist das größte Europas. Das Art Déco-Gebäude fasst 2.800 Zuschauer. Unter dem Titel „we are Stars“ gibt es dort einen interaktiven Rundgang, in dem man in die Welt des Kinos eintaucht. Ich hatte das eigentlich nur für die Kids gebucht, war dann aber selbst ganz begeistert. Höhepunkt der Tour ist der Schluss mit einem ganz besonderen Kurzfilm. Mehr verrate ich aber nicht – lasst euch überraschen.

Paris mit Kindern

Tickets kosten 16,50 Euro, ich hatte sie vorab online gekauft.

Den Rundgang gibt es mittwochs, samstags, sonntags jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr.

 

Die historischen Galerie-Passagen

Auf dem Weg vom Grand Rex Richtung Galeries Lafayettes sind wir über einige der historischen Einkaufspassagen von Paris gestolpert. Diese Galerien sind einfach entzückend, anders kann ich es gar nicht ausdrücken. Wir waren in der Passage des Panorama (boulevard Montmartre) und der Passage Verdeau (rue de la Grange-Batelière). Hier gibt es vor allem Antiquitäten. Insgesamt existieren noch 20 solcher Passagen, eine Liste findet ihr zum Beispiel hier.

Paris mit Kindern

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Falaffel essen im Marais

Ins Marais gehe ich einfach immer wieder gern. Es lässt sich wunderbar rumbummeln, Schaufenster gucken und natürlich essen in diesem jüdischen Viertel. Wir haben auch genau das gemacht. Startpunkt war für uns der Platz des Vosges mit seinem hübschen Gebäudeensemble und dem kleinen Park. Von dort sind wir dann immer der Nase nach bis ins Herz des Marais gebummelt. Mein Highlight: Mittagessen im Chez Marianne, einem sehr kleinen, sehr vollen Restaurant mit gutem Essen. Toll: Der Falaffel-Teller.
Métro: Saint-Paul

Paris mit Kindern

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In Paris übernachten, Métro fahren, essen und trinken …

Wohnen: Keine Überraschung, Hotels in Paris sind teuer. Ich habe eine Weile hin und her gesucht und für uns Vier nichts Brauch- und Bezahlbares finden können. Es gibt nicht viele Hotels mit Familienzimmern und die wenigen sind schnell ausgebucht. Für uns hat sich Airbnb hier wieder mal bewährt. Wir hatten dann Glück und durften in einem richtig netten Dreizimmer-Appartment im 18. Arrondissement am Marché de l’Olive wohnen. Das ist ein Multi-Kulti-Viertel nicht weit von der Gare de l’Est. Und – Paris eben – das Appartment war total stilvoll eingerichtet.

Paris mit Kindern

Métro: Da in Paris alle paar hundert Meter eine Métro-Station und das Netz super ausgebaut ist, kann man eigentlich im Zentrum überall gut wohnen. Mit der Métro bist du schnell an deinem Ziel, selbst wenn es auf der Karte etwas weit aussieht. Aber Achtung, falls ihr mit Kleinkindern unterwegs seid: Es gibt so gut wie keine Aufzüge, teilweise auch nur Treppen. Das heißt: Métro-Fahren mit Kinderwagen ist absolut nicht zu empfehlen. Hier würde ich immer auf die Busse umsteigen.

Métro-Tickets gibt es an jeder Station per Automat oder am Schalter. Man kann sogenannte Carnets kaufen, das sind dann zehn Tickets. Oder gleich einen Ein- bzw. Mehrtagespass. Das muss man sich ausrechnen, wenn ihr viel fahrt, lohnt natürlich der Pass auf jeden Fall. Die Preise sind ok, ein Métro-Ticket kostet 1,90 Euro. Ein Carnet für Erwachsene 14,50, für Kinder bis 10 Jahre 7,50. Kids bis vier sind frei. Einen guten Überblick über die Métro, die verschiedenen Pässe und das Métro-Fahren an sich findet ihr auf dem Blog Paris mal anders, der mir auch sonst mit vielen praktischen Tipps gut gefällt.

Essen & Trinken: Essen gehen in Paris ist auch so eine Sache, wenn man zu viert ist. Es ist halt teuer. Schon die recht einfache Brasserie um die Ecke schlug bei uns mit rund 70,00 Euro zu Buche, ohne dass wir groß geschlemmt hätten. Wir haben dann oft die vielen guten Bäcker genutzt – warum gibt es bei uns nicht so leckere Sandwichs? – und natürlich auch im Appartment gegessen.

Paris mit Kindern

Ein Tipp, den ich selbst aber nicht ausprobiert habe, ist die Website „La fourchette“. In den dort gelisteten Restaurants kann man kurzfristig online reservieren und spart dann bis zu 30 Prozent. Das System wird wohl auch von den Parisern viel genutzt.

Online Tickets kaufen: Ich habe für diese Reise einiges im Vorfeld organisiert und die Tickets schon zuhause gekauft. Wir waren wie gesagt in den Osterferien unterwegs … Das erste Mal habe ich hierfür die Plattform von Get your Guide* benutzt. Und ich muss sagen, das klappt schon prima und macht die Organisation echt bequemer. Schön wäre es noch, wenn es dort Kinderermäßigungen auf die Tickets gäbe.

*Hinweis: Die Links auf den Touranbieter Get your Guide in diesem Text sind Affiliate Links. Das heißt, wenn ihr über diesen Link auf der Plattform etwas bucht, bekomme ich einen Obulus dafür, den ich zur Finanzierung dieses Blogs nutzen kann.

 

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